Sonntag, 22. Oktober 2006
kanadische Buerokratie und Organisation II
pasquale, 03:33h
Es gibt da noch die Geschichte von Christin, einer Kanadierin, die um ihren Verbleib an der Uni ringt. Da sie ein Jahr lang in Heidelberg studiert hat, hat man mal eben ihre Akte geschlossen, sie war ja nun nicht hier. Und es ist ja nun nicht so einfach moeglich, diese Akte wieder zu oeffnen. (Wie soll der Amtsschimmel das mit seinen klobigen Hufen auch bewerkstelligen?)
Die Akte koenne nur wieder geoeffnet werden, hiess es, wenn Christin nachweisen koenne, dass sie in Heidelberg auch Credits, also Punkte, erworben haette, die hier angerechnet werden koennten. So die Mitteilung von der Studentenkanzlei.
"Kein Problem," denkt sich die Studentin, "ich hab ja mein Studienbuch, da stehen ja nun alle Kurse und alle Noten drin, unterschrieben vom Professor." Also hochoffiziell das ganze, weil in Deutschland das Dokument, um seine Leistungen anerkannt zu bekommen. Die Kanadier haben so etwas nicht. Und was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Man verwies nach dem Hinweis auf den offiziellen Charakter des Dokuments dann noch darauf, dass das ja sowieso keinen Unterschied mache da man die Leistungen nicht pruefen koenne. Denn man sei der Deutschen Sprache ja nicht maechtig!! Da ist der gesunde Menschenverstand mal wieder auf Weltreise.
Ueber die Vorteile moderner Kommunikationsmethoden hat man hier anscheinend noch nichts gehoert, oder man ist einfach nur zu bequem, um praktisch zu denken.
Ist in Deutschland ja oft genug genau so.
Die Akte koenne nur wieder geoeffnet werden, hiess es, wenn Christin nachweisen koenne, dass sie in Heidelberg auch Credits, also Punkte, erworben haette, die hier angerechnet werden koennten. So die Mitteilung von der Studentenkanzlei.
"Kein Problem," denkt sich die Studentin, "ich hab ja mein Studienbuch, da stehen ja nun alle Kurse und alle Noten drin, unterschrieben vom Professor." Also hochoffiziell das ganze, weil in Deutschland das Dokument, um seine Leistungen anerkannt zu bekommen. Die Kanadier haben so etwas nicht. Und was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Man verwies nach dem Hinweis auf den offiziellen Charakter des Dokuments dann noch darauf, dass das ja sowieso keinen Unterschied mache da man die Leistungen nicht pruefen koenne. Denn man sei der Deutschen Sprache ja nicht maechtig!! Da ist der gesunde Menschenverstand mal wieder auf Weltreise.
Ueber die Vorteile moderner Kommunikationsmethoden hat man hier anscheinend noch nichts gehoert, oder man ist einfach nur zu bequem, um praktisch zu denken.
Ist in Deutschland ja oft genug genau so.
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