Sonntag, 28. Januar 2007
Ein kleiner Wetterbericht
pasquale, 00:55h
hier ein kleiner link zu youtube, der einen Fernsehbericht wiedergibt. so schoen war's hier.
http://www.youtube.com/watch?v=YbK9j41-Cwk
http://www.youtube.com/watch?v=YbK9j41-Cwk
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Sonntag, 29. Oktober 2006
weitere Impressionen aus der Stadt
pasquale, 20:43h

Blick auf die (in den 60ern ausgebrannte) Kathedrale von St. Boniface

Blick ueber den RedRiver auf St. Boniface, das franzoesische Viertel von Winnipeg

Das WestEnd-Theatre im Studentenviertel

Der Verkehr am Hauptverkehrsknotenpunkt
Portage Avenue and Main Street

In der Lobby des Legislative Building (dem Landtag von MB). Man musste auf den Winter warten, um die tonnenschweren Bronze-Bisons in das Gebaeude zu bringen. Man hat, da das Gebaede ansonsten schon fertiggestellt war, einfach dicke Eisplatten auf dem boden verteilt und die Statuen wie Schlitten in das Gebaeude geschoben.

Die Presbyterianer-Kirche gegenueber meiner Unterkunft am ersten 'Wintertag'. Nun hat er uns, der Schnee...
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Sonntag, 22. Oktober 2006
kanadische Buerokratie und Organisation II
pasquale, 03:33h
Es gibt da noch die Geschichte von Christin, einer Kanadierin, die um ihren Verbleib an der Uni ringt. Da sie ein Jahr lang in Heidelberg studiert hat, hat man mal eben ihre Akte geschlossen, sie war ja nun nicht hier. Und es ist ja nun nicht so einfach moeglich, diese Akte wieder zu oeffnen. (Wie soll der Amtsschimmel das mit seinen klobigen Hufen auch bewerkstelligen?)
Die Akte koenne nur wieder geoeffnet werden, hiess es, wenn Christin nachweisen koenne, dass sie in Heidelberg auch Credits, also Punkte, erworben haette, die hier angerechnet werden koennten. So die Mitteilung von der Studentenkanzlei.
"Kein Problem," denkt sich die Studentin, "ich hab ja mein Studienbuch, da stehen ja nun alle Kurse und alle Noten drin, unterschrieben vom Professor." Also hochoffiziell das ganze, weil in Deutschland das Dokument, um seine Leistungen anerkannt zu bekommen. Die Kanadier haben so etwas nicht. Und was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Man verwies nach dem Hinweis auf den offiziellen Charakter des Dokuments dann noch darauf, dass das ja sowieso keinen Unterschied mache da man die Leistungen nicht pruefen koenne. Denn man sei der Deutschen Sprache ja nicht maechtig!! Da ist der gesunde Menschenverstand mal wieder auf Weltreise.
Ueber die Vorteile moderner Kommunikationsmethoden hat man hier anscheinend noch nichts gehoert, oder man ist einfach nur zu bequem, um praktisch zu denken.
Ist in Deutschland ja oft genug genau so.
Die Akte koenne nur wieder geoeffnet werden, hiess es, wenn Christin nachweisen koenne, dass sie in Heidelberg auch Credits, also Punkte, erworben haette, die hier angerechnet werden koennten. So die Mitteilung von der Studentenkanzlei.
"Kein Problem," denkt sich die Studentin, "ich hab ja mein Studienbuch, da stehen ja nun alle Kurse und alle Noten drin, unterschrieben vom Professor." Also hochoffiziell das ganze, weil in Deutschland das Dokument, um seine Leistungen anerkannt zu bekommen. Die Kanadier haben so etwas nicht. Und was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Man verwies nach dem Hinweis auf den offiziellen Charakter des Dokuments dann noch darauf, dass das ja sowieso keinen Unterschied mache da man die Leistungen nicht pruefen koenne. Denn man sei der Deutschen Sprache ja nicht maechtig!! Da ist der gesunde Menschenverstand mal wieder auf Weltreise.
Ueber die Vorteile moderner Kommunikationsmethoden hat man hier anscheinend noch nichts gehoert, oder man ist einfach nur zu bequem, um praktisch zu denken.
Ist in Deutschland ja oft genug genau so.
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Montag, 9. Oktober 2006
final approach
pasquale, 02:15h
Haette von mir sein koennen. Nur war's bei mir dunkler, weil schon 11:55 abends.
http://www.youtube.com/watch?v=3TkBub3XiMA&mode=related&search=take%20off%20lanzarote%20despegues%20spanair%20fly%20plane%20aviones%20vuelos%20airbus%20320
muesste jetzt klappen...
http://www.youtube.com/watch?v=3TkBub3XiMA&mode=related&search=take%20off%20lanzarote%20despegues%20spanair%20fly%20plane%20aviones%20vuelos%20airbus%20320
muesste jetzt klappen...
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Sonntag, 8. Oktober 2006
kanadische Buerokratie und Organisation
pasquale, 22:50h
Meine Erfahrung mit der kanadischen Buerokratie fing schon in Deutschland an. Objekt der Kontaktaufnahme war die Studienerlaubnis inklusive Visum. Eines vorweg: Jeder deutsche Amtsschimmel wuerde vor Freude wiehern.
Nachdem ich alle Materialien zusammen hatte, die man benoetigt, um ein Visum zu beantragen, u.a. Fuehrungszeugnis, Passbilder, Reisepass, Bestaetigung der Gebuehrenentrichtung usw., schickte ich diese an die kanadische Botschaft in Berlin. So weit, so gut.
Auf der Internetseite der Botschaft steht geschrieben:"Sie bekommen das Visum per Post zugeschickt. Wir werden Sie nur kontaktieren, wenn der Antrag angenommen wurde oder der Antrag unvollstaendig ist und wir weitere Unterlagen von Ihnen benoetigen." So oder so ungefaehr druecken die Herrschaften dort sich aus.
Vorbildlicherweise habe ich den Antrag ca. 9 Wochen vor Abflug abgeschickt und dann gewartet. Die Bearbeitungszeit liegt normalerweise bei 2-4 Wochen. Als 7 Woche spaeter immer noch kein Lebenszeichen von meinem Visum zu vernehmen war, sandte ich zur Vorsicht eine e-mail an die vielbeschaeftigten Damen und Herren in der Botschaft. Kann ja auch mal sein, dass der Brief gar nicht angekommen ist. Die Antwort, die ich am uebernaechsten Tag erhielt sagte:"Ihr Antrag wird bearbeitet. Die Vorgangsnummer ist 123Schiess-mich-tot. Wir warten noch auf das polizeiliche Fuehrungszeugnis. Zur Erklaerung: Ich hatte denen damals einen vom Ordnungsamt ausgestellten 'Antrag auf Erteilung eines Fuehrungszeugnisses uebersandt. Ich dachte, da auf diesem auch alles draufsteht, was im FZ enthalten ist, muesste das ausreichend sein.
Denkfehler Nr. 1!
Dann habe ich der Antwort auch noch entnommen, aufgrund der Formulierung:"wir warten noch...", dass die Botschaft den Antrag weggeschickt hat und auf das Original wartet.
Denkfehler Nr. 2!
Die haben gemeint, ich wuerde denen das Original noch nachreichen. Weiss zwar nicht, warum ich denen dann den Antrag haette mitschicken sollen, aber gut. Die haben also 7 Wochen gewartet, dass von mir noch was kommt. Der Antrag war also unvollstaendig. Ich moechte nur kurz an die website erinnern:"Wir melden uns nur bei Ihnen, wenn...oder der Antrag unvollstaendig ist."
Das hab ich ja so geglaubt.
Denkfehler Nr. 3!
Ich habe dann nach mehreren! e-mails erst herausgefunden, dass die meinten, ich muesste denen noch das Original schicken und dass ueber den Antrag bis dahin nicht entschieden werden konnte. Als ich das wusste, waren es noch 3 Tage bis zum Abflug.
Ich habe dann den Jungs in Berlin, in der Hoffnung auf ein wenig gesunden Menschenverstand und Pragmatismus, freundlich mitgeteilt, dass der sagenumwobene Antrag auf Erteilung eines Fuehrungszeugnisses bereits alle relevanten Informationen enthaelt, u.a. "keine Eintragungen". Auf dieser Basis habe ich hoeflich gefragt, ob eine Bearbeitung nicht doch moeglich sei. Etwa zwei Stunden spaeter erhielt ich die Antwort, dass positiv ueber den Antrag entschieden wurde und ich bitte eine Faxnummer angeben sollte, an die mein Einreisedokument uebermittelt werden koenne. Das Visum kam uebrigens 3 Arbeitstage spaeter.
Naechste Woche, kommt dann noch die Geschichte von Christin, einer Kanadierin, die in Heidelberg studiert hat und nun ihre Studienleistungen nicht anerkannt bekommt. Warum das so ist, ist eine weitere haarstrauebende Geschichte.
Ich hab jetzt erstmal Feiertag. (Thanksgiving)
Nachdem ich alle Materialien zusammen hatte, die man benoetigt, um ein Visum zu beantragen, u.a. Fuehrungszeugnis, Passbilder, Reisepass, Bestaetigung der Gebuehrenentrichtung usw., schickte ich diese an die kanadische Botschaft in Berlin. So weit, so gut.
Auf der Internetseite der Botschaft steht geschrieben:"Sie bekommen das Visum per Post zugeschickt. Wir werden Sie nur kontaktieren, wenn der Antrag angenommen wurde oder der Antrag unvollstaendig ist und wir weitere Unterlagen von Ihnen benoetigen." So oder so ungefaehr druecken die Herrschaften dort sich aus.
Vorbildlicherweise habe ich den Antrag ca. 9 Wochen vor Abflug abgeschickt und dann gewartet. Die Bearbeitungszeit liegt normalerweise bei 2-4 Wochen. Als 7 Woche spaeter immer noch kein Lebenszeichen von meinem Visum zu vernehmen war, sandte ich zur Vorsicht eine e-mail an die vielbeschaeftigten Damen und Herren in der Botschaft. Kann ja auch mal sein, dass der Brief gar nicht angekommen ist. Die Antwort, die ich am uebernaechsten Tag erhielt sagte:"Ihr Antrag wird bearbeitet. Die Vorgangsnummer ist 123Schiess-mich-tot. Wir warten noch auf das polizeiliche Fuehrungszeugnis. Zur Erklaerung: Ich hatte denen damals einen vom Ordnungsamt ausgestellten 'Antrag auf Erteilung eines Fuehrungszeugnisses uebersandt. Ich dachte, da auf diesem auch alles draufsteht, was im FZ enthalten ist, muesste das ausreichend sein.
Denkfehler Nr. 1!
Dann habe ich der Antwort auch noch entnommen, aufgrund der Formulierung:"wir warten noch...", dass die Botschaft den Antrag weggeschickt hat und auf das Original wartet.
Denkfehler Nr. 2!
Die haben gemeint, ich wuerde denen das Original noch nachreichen. Weiss zwar nicht, warum ich denen dann den Antrag haette mitschicken sollen, aber gut. Die haben also 7 Wochen gewartet, dass von mir noch was kommt. Der Antrag war also unvollstaendig. Ich moechte nur kurz an die website erinnern:"Wir melden uns nur bei Ihnen, wenn...oder der Antrag unvollstaendig ist."
Das hab ich ja so geglaubt.
Denkfehler Nr. 3!
Ich habe dann nach mehreren! e-mails erst herausgefunden, dass die meinten, ich muesste denen noch das Original schicken und dass ueber den Antrag bis dahin nicht entschieden werden konnte. Als ich das wusste, waren es noch 3 Tage bis zum Abflug.
Ich habe dann den Jungs in Berlin, in der Hoffnung auf ein wenig gesunden Menschenverstand und Pragmatismus, freundlich mitgeteilt, dass der sagenumwobene Antrag auf Erteilung eines Fuehrungszeugnisses bereits alle relevanten Informationen enthaelt, u.a. "keine Eintragungen". Auf dieser Basis habe ich hoeflich gefragt, ob eine Bearbeitung nicht doch moeglich sei. Etwa zwei Stunden spaeter erhielt ich die Antwort, dass positiv ueber den Antrag entschieden wurde und ich bitte eine Faxnummer angeben sollte, an die mein Einreisedokument uebermittelt werden koenne. Das Visum kam uebrigens 3 Arbeitstage spaeter.
Naechste Woche, kommt dann noch die Geschichte von Christin, einer Kanadierin, die in Heidelberg studiert hat und nun ihre Studienleistungen nicht anerkannt bekommt. Warum das so ist, ist eine weitere haarstrauebende Geschichte.
Ich hab jetzt erstmal Feiertag. (Thanksgiving)
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Samstag, 16. September 2006
The Big Police Chase
pasquale, 02:55h
Als ich neulich abends nach Hause komme, fragt mich meine Vermieterin: "Hast Du auch was von der grossen Verfolgungsjagd heute morgen gehoert? Mit dem Kerl, der am Flughafen ein Auto gestohlen hat?"
"Nun ja," sage ich, "ich war quasi dabei." Dann erzaehle ich, was mir am morgen wiederfahren ist:
Da laufe ich nichtsahnend auf dem Buergersteig entlang, die sind hier ungefaehr 3 Meter breit, ab und zu stehen Beton-Blumentoepfe herum und auch einige Baeume sind darauf gepflanzt. Ich gehe entgegen der Fahrtrichtung, immer schoen im Schatten, denn die Sonne hat heute morgen schon sehr viel Kraft. Auf meinem Weg ins Einkaufszentrum ueberlege ich, was ich alles besorgen will und traueme so vor mich hin. An sich nichts spannendes. Daher kommt mir das Geraeusch der Polizeisirenen gerade recht. Das verspricht ein wenig Abwechslung. Vor allem, als ich bemerke, dass es fuenf oder sechs Streifenwagen sind, die da von hinten an mir vorbeiziehen, ist meine Neugierde geweckt, denn da muss was groesseres passiert sein. Als dann einer der Polizeiwagen etwa 100 Meter vor mir stoppt, gilt meine Aufmerksamkeit ganz dem behoerdlichen Geschehen. Da versucht ein aussteigender Polizist hektisch so etwas wie eine Absperrung direkt neben dem Mittelstreifen aufzubauen. Das kann nur eines bedeuten: Verkehrsunfall! Ich versuche also, auf meinem Weg weitere Erkenntnisse zu sammeln: Waren da schon Krankenwagen, und wenn ja, wieviele? Gab es demolierte Autos? Lagen gar Verletzte irgendwo herum? Alle diese Fragen muss ich verneint sehen. Und bevor ich mich weiter wundern kann, werde ich eines, diesmal aus der entgegengesetzten Richtung kommenden, Streifenwagen gewahr. "Das ist kein Unfall, sondern eine Verfolgungsjagd in vollem Gange" schiesst es mir durchs Hirn. Im selben Moment, in dem meine grauen Zellen dieses Ergebnis hervorbringen, hoere ich ein Fahrzeug stark beschleunigen und sofort rast ein schwarzer M5, BMW's Nobelgelaendekutsche, an mir vorbei. Natuerlich sehe ich dem Wagen nach und bin erschrocken.Denn ich sehe, wie er, um dem naechsten Nagelband, was die ominoese 'Absperrung' tatsaechlich ist, zu entgehen, bei vollem Tempo auf den Buergersteig faehrt - ca. 20 Meter hinter mir. Er brettert ueber den Abschnitt, ueber den ich selbst noch keine Minute vorher flanierte. Und natuerlich waren da auch noch Leute drauf! Wenn ihm diese Aktion einige Meter vorher eingefallen waere, haette ich ein ernsthaftes Problem bekommen. Denn in meiner Neugier habe ich die Situation auch erst spaet erkannt und folglich den Wagen erst spaet bemerkt.
Die Leute hinter mir koennen sich gluecklicherweise mit einem oder zwei Schritten zur Seite in einen Ladeneingang retten. Ich versuche im Anschluss, meinen Puls wieder unter 180 zu bekommen.
Am Abend hoere ich, dass dieser Mistkerl einen Krankenwagen gerammt und einen Rentner schwer erwischt hat und die Polizei die Verfolgungsjagd irgendwann abgebrochen hat, da sie zu gefaehrlich geworden ist.
Mir bleibt die Erkenntnis, dass mich meine Sensationslust fast in eine ausweglose Situation gebracht hat, denn vor lauter Neugier habe ich das meiste meines restlichen Umfeldes kaum wahrgenommen. Das haette unter Umstaenden boese enden koennen. Ich werde also in Zukunft meine Sensationslust im Zaume halten - Gaffen hat bisher noch den wenigsten einen Vorteil gebracht.
"Nun ja," sage ich, "ich war quasi dabei." Dann erzaehle ich, was mir am morgen wiederfahren ist:
Da laufe ich nichtsahnend auf dem Buergersteig entlang, die sind hier ungefaehr 3 Meter breit, ab und zu stehen Beton-Blumentoepfe herum und auch einige Baeume sind darauf gepflanzt. Ich gehe entgegen der Fahrtrichtung, immer schoen im Schatten, denn die Sonne hat heute morgen schon sehr viel Kraft. Auf meinem Weg ins Einkaufszentrum ueberlege ich, was ich alles besorgen will und traueme so vor mich hin. An sich nichts spannendes. Daher kommt mir das Geraeusch der Polizeisirenen gerade recht. Das verspricht ein wenig Abwechslung. Vor allem, als ich bemerke, dass es fuenf oder sechs Streifenwagen sind, die da von hinten an mir vorbeiziehen, ist meine Neugierde geweckt, denn da muss was groesseres passiert sein. Als dann einer der Polizeiwagen etwa 100 Meter vor mir stoppt, gilt meine Aufmerksamkeit ganz dem behoerdlichen Geschehen. Da versucht ein aussteigender Polizist hektisch so etwas wie eine Absperrung direkt neben dem Mittelstreifen aufzubauen. Das kann nur eines bedeuten: Verkehrsunfall! Ich versuche also, auf meinem Weg weitere Erkenntnisse zu sammeln: Waren da schon Krankenwagen, und wenn ja, wieviele? Gab es demolierte Autos? Lagen gar Verletzte irgendwo herum? Alle diese Fragen muss ich verneint sehen. Und bevor ich mich weiter wundern kann, werde ich eines, diesmal aus der entgegengesetzten Richtung kommenden, Streifenwagen gewahr. "Das ist kein Unfall, sondern eine Verfolgungsjagd in vollem Gange" schiesst es mir durchs Hirn. Im selben Moment, in dem meine grauen Zellen dieses Ergebnis hervorbringen, hoere ich ein Fahrzeug stark beschleunigen und sofort rast ein schwarzer M5, BMW's Nobelgelaendekutsche, an mir vorbei. Natuerlich sehe ich dem Wagen nach und bin erschrocken.Denn ich sehe, wie er, um dem naechsten Nagelband, was die ominoese 'Absperrung' tatsaechlich ist, zu entgehen, bei vollem Tempo auf den Buergersteig faehrt - ca. 20 Meter hinter mir. Er brettert ueber den Abschnitt, ueber den ich selbst noch keine Minute vorher flanierte. Und natuerlich waren da auch noch Leute drauf! Wenn ihm diese Aktion einige Meter vorher eingefallen waere, haette ich ein ernsthaftes Problem bekommen. Denn in meiner Neugier habe ich die Situation auch erst spaet erkannt und folglich den Wagen erst spaet bemerkt.
Die Leute hinter mir koennen sich gluecklicherweise mit einem oder zwei Schritten zur Seite in einen Ladeneingang retten. Ich versuche im Anschluss, meinen Puls wieder unter 180 zu bekommen.
Am Abend hoere ich, dass dieser Mistkerl einen Krankenwagen gerammt und einen Rentner schwer erwischt hat und die Polizei die Verfolgungsjagd irgendwann abgebrochen hat, da sie zu gefaehrlich geworden ist.
Mir bleibt die Erkenntnis, dass mich meine Sensationslust fast in eine ausweglose Situation gebracht hat, denn vor lauter Neugier habe ich das meiste meines restlichen Umfeldes kaum wahrgenommen. Das haette unter Umstaenden boese enden koennen. Ich werde also in Zukunft meine Sensationslust im Zaume halten - Gaffen hat bisher noch den wenigsten einen Vorteil gebracht.
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