Donnerstag, 7. Juni 2007
Bye bye Winnipeg, hello Canada!
pasquale, 06:52h
Soo, mit einiger Verspaetung auch nun einige Infos zu meinen Untrieben seit das Semester zuende ist.
Zunaechst einmal hiess es Abschied nehmen von Winnipeg, der Stadt, in der ich 8 Monate verbracht hab. Gleichzeitig hiess es aber auch: auf zu neuen Ufern. Bis dato waren dies Calgary, Vancouver, Banff (in den Rocky Moutains) und gerade Montreal, mein Franzoesisch aufpolieren...
Von Winnipeg nach Vancouver sind es 2232 km, also haben Irene und ich, da wir den Ueberlandbus als Transportmittel gewaehlt haben, auf halber Strecke in Calgary einen zweitaegigen Zwischenstopp eingelegt. Stellte sich heraus, dass das genau die richtige Massnahme war. Als Hintergrundinformation: per´Greyhound´-Bus von Winnipeg nach Calgary: 21 Stunden. Von Calgary nach Vancouver nur etwa 17 Stunden. Gefuehlte Dauer: undendlich.
Dabei ist die Strecke Winnipeg-Calgary besonders interessant, da man die Provinz Saskatchewan durchquert, also die Prairie, und man zur linken unendliche Weite geniessen kann und zur rechten nichts als Flachland sieht. Das ist wie Holland, nur mit weniger Treibhaeusern. ;-)
Von Calgary nach Vancouver durchquert man das Land von Heiner und Andy - die Rocky Mountains! (o.k. dummer Witz, ich weiss...) Schon der erste Eindruck aus dem Bus heraus war top, und die Erwartungen wurden spaeter in Banff voll bestaetigt.
In Vancouver blieben wir 14 Tage, zwei mehr als geplant, was daran lag, das die Belegschaft von Greyhound meinte, unterbezahlt zu sein, und deswegen mal eben ueber eine Woche lang gestreikt hat.
Die Stadt Vancouver liegt auf einer Halbinsel am Pazifik, in Wurfweite zu den Rocky Mountains und das gibt dieser Behausung ein einmaliges Ambiente.

Downtown Vancouver vom Norden aus

Der Hafen von Vancouver sprueht vor Aktivitaet: ein Wasserflugzeug
Aus Zeitmangel muss ich Details dieses und der kommenden Erlebnisse leider spaeter hinzufuegen. :-(
Banff in den Rockies wurde fuer die kommende Woche unsere Operationsbasis um Kanadas Aushaengeschild zu testen. Und wir wurden nicht enttaeuscht.

typisches Bild fuer die Rockies

Blick vom Tunnel Mountain auf Banff, aufgenommen um 5:30 morgens
Neben einer atemberaubenden Szenerie bieten die Rocky Mountains auch eine vitale Flora und vor allem Fauna. Wir machten direkte Bekanntschaft mit Streifenhoernchen, Elchen, Rotwild und Eichhoernchen, die sich hier die Klinke in die Hand geben.

Sollte sich ganz langsam vorstellen: 'Hirsch heisse ich.'
Das Sahnehaeubchen war eine zweieinhalbstuendige Wildwasserfahrt mit dem Schlauchboot auf dem 'Kicking Horse River'. Vom Wasser aus sind die Landschaftseindruecke noch staerker und mit den Stromschnellen der Stufe 4 waren wir nebenbei auch noch beschaeftigt.
Alles in allem bisher der beste Tag in Kanada.

Der Kicking Horse River und der pudelnasse Tourist (C'est moi)
Zwei Tage spaeter machten wir uns per Flugzeug auf den Weg nach Montreal, wo wir aktuell noch verweilen. Hier traf uns der Kulturschock. Nicht, dass das Franzoesisch, verbessere: Quebecois, bzw. Quebekauderwelsch, ein Problem waere, nein, hier sieht's aus wie in Europa! Noch dazu ist unsere Herberge in einem der typischen Duplex-Haeuser, die von aussen so aussehen wie die englischen Townhouses, von denen sie 'abstammen' und von innen an eine Bamberger WG erinnern. 'Ich will noch nicht wieder in die Vorlesungen', war mein erster Gedanke. Mittlerweile habe ich mich ein wenig daran gewoehnt und mich mit der Erkundung dieser Stadt abgelenkt. Deren Altstadt ist beeindruckend und sieht so aus, wie die Kulisse eines Piratenfilms. Ich ziehe immer noch gedankliche Querverbindungen zu Jack Sparrow und den Piraten der Karibik Teil III, den wir am letzten Mai im Kino angeschaut haben.
Nach Montreal geht es weiter nach Quebec City und dann noch nach Halifax, von wo aus sich der Flieger gen Heimat in den Himmel erheben wird.
Hier in Montreal steht einstweilen noch der Berg Mont Royal, der Namensgeber der Stadt, auf dem Programm und am Wochenende ist hier ja schliesslich noch das Stelldichein von Fernando, Kimi, Ralf und Co., die ihre Runden drehen wollen.
Es gibt viel zu sehen...
Zunaechst einmal hiess es Abschied nehmen von Winnipeg, der Stadt, in der ich 8 Monate verbracht hab. Gleichzeitig hiess es aber auch: auf zu neuen Ufern. Bis dato waren dies Calgary, Vancouver, Banff (in den Rocky Moutains) und gerade Montreal, mein Franzoesisch aufpolieren...
Von Winnipeg nach Vancouver sind es 2232 km, also haben Irene und ich, da wir den Ueberlandbus als Transportmittel gewaehlt haben, auf halber Strecke in Calgary einen zweitaegigen Zwischenstopp eingelegt. Stellte sich heraus, dass das genau die richtige Massnahme war. Als Hintergrundinformation: per´Greyhound´-Bus von Winnipeg nach Calgary: 21 Stunden. Von Calgary nach Vancouver nur etwa 17 Stunden. Gefuehlte Dauer: undendlich.
Dabei ist die Strecke Winnipeg-Calgary besonders interessant, da man die Provinz Saskatchewan durchquert, also die Prairie, und man zur linken unendliche Weite geniessen kann und zur rechten nichts als Flachland sieht. Das ist wie Holland, nur mit weniger Treibhaeusern. ;-)
Von Calgary nach Vancouver durchquert man das Land von Heiner und Andy - die Rocky Mountains! (o.k. dummer Witz, ich weiss...) Schon der erste Eindruck aus dem Bus heraus war top, und die Erwartungen wurden spaeter in Banff voll bestaetigt.
In Vancouver blieben wir 14 Tage, zwei mehr als geplant, was daran lag, das die Belegschaft von Greyhound meinte, unterbezahlt zu sein, und deswegen mal eben ueber eine Woche lang gestreikt hat.
Die Stadt Vancouver liegt auf einer Halbinsel am Pazifik, in Wurfweite zu den Rocky Mountains und das gibt dieser Behausung ein einmaliges Ambiente.

Downtown Vancouver vom Norden aus

Der Hafen von Vancouver sprueht vor Aktivitaet: ein Wasserflugzeug
Aus Zeitmangel muss ich Details dieses und der kommenden Erlebnisse leider spaeter hinzufuegen. :-(
Banff in den Rockies wurde fuer die kommende Woche unsere Operationsbasis um Kanadas Aushaengeschild zu testen. Und wir wurden nicht enttaeuscht.

typisches Bild fuer die Rockies

Blick vom Tunnel Mountain auf Banff, aufgenommen um 5:30 morgens
Neben einer atemberaubenden Szenerie bieten die Rocky Mountains auch eine vitale Flora und vor allem Fauna. Wir machten direkte Bekanntschaft mit Streifenhoernchen, Elchen, Rotwild und Eichhoernchen, die sich hier die Klinke in die Hand geben.

Sollte sich ganz langsam vorstellen: 'Hirsch heisse ich.'
Das Sahnehaeubchen war eine zweieinhalbstuendige Wildwasserfahrt mit dem Schlauchboot auf dem 'Kicking Horse River'. Vom Wasser aus sind die Landschaftseindruecke noch staerker und mit den Stromschnellen der Stufe 4 waren wir nebenbei auch noch beschaeftigt.
Alles in allem bisher der beste Tag in Kanada.

Der Kicking Horse River und der pudelnasse Tourist (C'est moi)
Zwei Tage spaeter machten wir uns per Flugzeug auf den Weg nach Montreal, wo wir aktuell noch verweilen. Hier traf uns der Kulturschock. Nicht, dass das Franzoesisch, verbessere: Quebecois, bzw. Quebekauderwelsch, ein Problem waere, nein, hier sieht's aus wie in Europa! Noch dazu ist unsere Herberge in einem der typischen Duplex-Haeuser, die von aussen so aussehen wie die englischen Townhouses, von denen sie 'abstammen' und von innen an eine Bamberger WG erinnern. 'Ich will noch nicht wieder in die Vorlesungen', war mein erster Gedanke. Mittlerweile habe ich mich ein wenig daran gewoehnt und mich mit der Erkundung dieser Stadt abgelenkt. Deren Altstadt ist beeindruckend und sieht so aus, wie die Kulisse eines Piratenfilms. Ich ziehe immer noch gedankliche Querverbindungen zu Jack Sparrow und den Piraten der Karibik Teil III, den wir am letzten Mai im Kino angeschaut haben.
Nach Montreal geht es weiter nach Quebec City und dann noch nach Halifax, von wo aus sich der Flieger gen Heimat in den Himmel erheben wird.
Hier in Montreal steht einstweilen noch der Berg Mont Royal, der Namensgeber der Stadt, auf dem Programm und am Wochenende ist hier ja schliesslich noch das Stelldichein von Fernando, Kimi, Ralf und Co., die ihre Runden drehen wollen.
Es gibt viel zu sehen...
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Mittwoch, 3. Januar 2007
Chicago
pasquale, 01:24h
So, nach langer Abstinenz gibt es nun auch wieder etwas zu berichten, und zwar aus U, S aende A, genauer gesagt der Heimat von Al Capone: Chicago.

Um ueber die Feiertage mal was anderes zu sehen, habe ich gemeinsam mit Irene einen Bamberger Spaehtrupp gebildet um die Geheimnisse der Stadt Chicago zu lueften.
Damit unser Vorhaben moeglichst umfassend verwirklicht werden konnte, haben wir den raffinierten Plan gefasst, schon frueh morgens um 7 Uhr loszufliegen, was hiess, dass wir um 5 Uhr zum Flughafen aufgebrochen sind. Die Anreise ist reibungslos verlaufen, aber mit U-Bahn transfer hat es doch bis Mittag gedauert, bis wir in der Jugendherberge angekommen sind. Nachmittags haben wir uns dann erstmal in einem typischen American Diner gestaerkt, um fit zu sein fuer das abendliche Basketballspiel im 'United Center': Chicago Bulls vs L.A. Lakers.

Das Spiel endete 94:89 fuer die Bulls und die Stimmung wurde richtig gut, als sich Kobe Bryant von den Lakers selbst aus dem Match gefoult hat.


Am zweiten Tag war es Zeit fuer die 'Magnificent Mile', die Einkaufsstrasse in Downtown Chicago. Als Fussgaenger macht die Rush-Our dort sogar richtig Spass! Viele Leute versuchen vor Weihnachten noch viel Geld auszugeben, die Strassen waren gespickt von Limusinen und 'wichtigen' Leuten, die 'wichtige' Einkauefe getaetigt hatten. Die mehr als opulente und allgegenwaertige Weihnachtsdeko sei hier nur am Rande erwaehnt.

Sogar die Polizei hatte sich dekoriert...
Den Einkaufsstress haben wir dann abends im House of Blues abgebaut, denn Chicago ist die Heimat des Blues. Deswegen kommen auch die BluesBrothers aus dieser Stadt.

Chicago Nightline
Am dritten Tage haben wir eine ziemlich einmalige Gelegenheit wahrgenommen und im Chicago Field Museum eine mittlerweile ausgelaufene Ausstellung ueber Tutankhamun (Tut Ench Amun), oder einfach 'King Tut' angesehen. Dieser Knabe erlange Beruehmtheit, weil sein Grab bei seiner Entdeckung 1922 so mit Gold vollgestopft war, dass die Forscher fast blind geworden waeren. Leider war es nicht moeglich, von dieser wirklich beeindruckenden Ausstellung (viel Gold) Photos zu machen. Nachmittags haben wir dann noch ein paar Ecken von Chicago per Pedes ausgekundschaftet, daher z.B. dieses Photo:

oder die Skyline:

Der Spaehtrupp:

Ein Highlight war der Weihnachtsmarkt in Chicago, streng nach Nuernberger Vorbild. So kommt es, dass sie dort die alten Verkaufshuetten von Nuernberg verwenden und dass gut die Haelfte der Verkaufer Deutsche sind. Wir haben die Gelegenheit wahrgenommen und erst mal einen GLUEHWEIN getrunken, denn in Kanada bekommt man so etwas nicht. Ich hab mich auf diesem Flecken Erde ziemlich heimisch gefuehlt, nicht zuletzt wegen dem regnerischen, nasskalten Wetter.
Der Weihnachtsmarkt in Chicago (oder doch Gotham City?)

Nach langer Erholungsphase am vierten Tag, haben wir nur mal die Aussicht vom Hanckock-Tower geprueft, die allerdings aufgrund der Witterung nicht so sonderlich berauschend war.

Der Hancock von unten (mitte)

Sonnenuntergang (aus dem 96. Stock Hancock-Tower)
Am Abend waren wir denn im Coyote Ugly Saloon, bekannt aus dem gleichnamigen Film. Vielleicht lag es daran, dass es einen Tag vor Weihnachten war, denn dort war nicht viel los. Dementsprechend ruhig ging es dort zu. Das Essen war o.k., dafuer waren die Getraenke zu teuer. Das tut der Tatsache keinen Abbruch, dass ich die Geschaeftspolitik nach wie vor schaetze:"We don't serve water in here!"

Skating in Downtown
Der Heilig Abend war dann was fuer Puristen:
Aufgrund der verbesserten Witterung haben wir uns nochmal auf Photojagd den Hancock-Tower hinaufgepirscht.

Da wir sonst keine besonderen Plaene mehr fuer den Nachmittag hatten, haben wir dort oben noch ganz unoekonomisch aber dafuer erwartungsgemaess ueberteuerten Kaffee getrunken, bevor wir abends eine huebsche Kirche aufgesucht haben, deren Pastor waehrend der Predigt zur allgemeinen Erheiterung gar zu Scherzen aufgelegt war.
Da am Heiligen Abend, also Christmas Eve, fast alle Geschaefte geschlossen sind, war die Auswahl an Dinierungsmoeglichkeiten sehr begrenzt. Das Italian Village war geoeffnet und das Essen sehr lecker. Obwohl man uns wohl als vermeintlich falsche Klientel augenscheinlich nicht sehr willkommen hiess, nahm man unser Geld doch gern. Mehr sag ich dazu jetzt nicht, aber von den Miesepetern haben wir uns die Festtagslaune trotzdem nicht vermiesen lassen.
Hier haben wir trotzdem nicht gespeist: Edelmeckes!

Der erste Weihnachtstag war dann ganz entspannt, viel mehr als essen und trinken haben wir nicht gemacht, dabei haben wir eine der schoeneren Ecken Chicagos unter die Lupe genommen: Belmont

Am Abreisetag haben wir nochmal im American Diner, das 'Golden House' hiess, gefruehstueckt.
Nebenbei: Ist doch ganz einfach, oder?

Nach einer kurzen Ueberpruefung der Tontraegerbestaende in einem nahegelegenen Musikladen, traten wir am fruehen Nachmittag schon die Reise zum O'Hare International Airport an, die mit 'The El' der Elevated Subway (Ich suche noch immer die Sinnhaftigkeit) gut eineinhalb Stunden dauerte.
von der "U-Bahn"-Station

Das semiautomatische Einchecken hat etwas gehakt, die Sinnhaftigkeit stellt sich auch deshalb in Frage, weil ohnehin noch ein Flughafenmitarbeiter erneut die Paesse kontrolliert und die Bordkarten ausdruckt. Auch die Koffer wiegen diese Leute noch mal. Ich muss aber dazu sagen, dass mich schon beeindruckt hat, dass nach dem Scannen meines Personalausweises saemtliche Buchungsdaten abrufbar waren, mit Sitzangabe etc.
Der Flug verlief normal und wir sind um ca. 8 Uhr abends in Winnipeg gelandet - unser Gepaeck allerdings nicht. Interessant war die Ansage, die wir am Gepaeckband hoerten:"Liebe Passagiere des Fluges UA5911 aus Chicago. Es gibt kein weiteres Gepaeck. Moeglicherweise vermissen Sie Ihres. Bitte melden Sie sich am Service-Schalter." Das taten wir dann auch und fuellten einige Formulare aus. Mit dem Gefuehl unverrichteter Dinge fuhren wir dann erstmal heim. Zwei Tage spaeter war dann auch das Gepaeck zurueck in Winnipeg.

Gibt's auch in Chicago: Eichhoernchen

Um ueber die Feiertage mal was anderes zu sehen, habe ich gemeinsam mit Irene einen Bamberger Spaehtrupp gebildet um die Geheimnisse der Stadt Chicago zu lueften.
Damit unser Vorhaben moeglichst umfassend verwirklicht werden konnte, haben wir den raffinierten Plan gefasst, schon frueh morgens um 7 Uhr loszufliegen, was hiess, dass wir um 5 Uhr zum Flughafen aufgebrochen sind. Die Anreise ist reibungslos verlaufen, aber mit U-Bahn transfer hat es doch bis Mittag gedauert, bis wir in der Jugendherberge angekommen sind. Nachmittags haben wir uns dann erstmal in einem typischen American Diner gestaerkt, um fit zu sein fuer das abendliche Basketballspiel im 'United Center': Chicago Bulls vs L.A. Lakers.

Das Spiel endete 94:89 fuer die Bulls und die Stimmung wurde richtig gut, als sich Kobe Bryant von den Lakers selbst aus dem Match gefoult hat.


Am zweiten Tag war es Zeit fuer die 'Magnificent Mile', die Einkaufsstrasse in Downtown Chicago. Als Fussgaenger macht die Rush-Our dort sogar richtig Spass! Viele Leute versuchen vor Weihnachten noch viel Geld auszugeben, die Strassen waren gespickt von Limusinen und 'wichtigen' Leuten, die 'wichtige' Einkauefe getaetigt hatten. Die mehr als opulente und allgegenwaertige Weihnachtsdeko sei hier nur am Rande erwaehnt.

Sogar die Polizei hatte sich dekoriert...
Den Einkaufsstress haben wir dann abends im House of Blues abgebaut, denn Chicago ist die Heimat des Blues. Deswegen kommen auch die BluesBrothers aus dieser Stadt.

Chicago Nightline
Am dritten Tage haben wir eine ziemlich einmalige Gelegenheit wahrgenommen und im Chicago Field Museum eine mittlerweile ausgelaufene Ausstellung ueber Tutankhamun (Tut Ench Amun), oder einfach 'King Tut' angesehen. Dieser Knabe erlange Beruehmtheit, weil sein Grab bei seiner Entdeckung 1922 so mit Gold vollgestopft war, dass die Forscher fast blind geworden waeren. Leider war es nicht moeglich, von dieser wirklich beeindruckenden Ausstellung (viel Gold) Photos zu machen. Nachmittags haben wir dann noch ein paar Ecken von Chicago per Pedes ausgekundschaftet, daher z.B. dieses Photo:

oder die Skyline:

Der Spaehtrupp:

Ein Highlight war der Weihnachtsmarkt in Chicago, streng nach Nuernberger Vorbild. So kommt es, dass sie dort die alten Verkaufshuetten von Nuernberg verwenden und dass gut die Haelfte der Verkaufer Deutsche sind. Wir haben die Gelegenheit wahrgenommen und erst mal einen GLUEHWEIN getrunken, denn in Kanada bekommt man so etwas nicht. Ich hab mich auf diesem Flecken Erde ziemlich heimisch gefuehlt, nicht zuletzt wegen dem regnerischen, nasskalten Wetter.
Der Weihnachtsmarkt in Chicago (oder doch Gotham City?)

Nach langer Erholungsphase am vierten Tag, haben wir nur mal die Aussicht vom Hanckock-Tower geprueft, die allerdings aufgrund der Witterung nicht so sonderlich berauschend war.

Der Hancock von unten (mitte)

Sonnenuntergang (aus dem 96. Stock Hancock-Tower)
Am Abend waren wir denn im Coyote Ugly Saloon, bekannt aus dem gleichnamigen Film. Vielleicht lag es daran, dass es einen Tag vor Weihnachten war, denn dort war nicht viel los. Dementsprechend ruhig ging es dort zu. Das Essen war o.k., dafuer waren die Getraenke zu teuer. Das tut der Tatsache keinen Abbruch, dass ich die Geschaeftspolitik nach wie vor schaetze:"We don't serve water in here!"

Skating in Downtown
Der Heilig Abend war dann was fuer Puristen:
Aufgrund der verbesserten Witterung haben wir uns nochmal auf Photojagd den Hancock-Tower hinaufgepirscht.

Da wir sonst keine besonderen Plaene mehr fuer den Nachmittag hatten, haben wir dort oben noch ganz unoekonomisch aber dafuer erwartungsgemaess ueberteuerten Kaffee getrunken, bevor wir abends eine huebsche Kirche aufgesucht haben, deren Pastor waehrend der Predigt zur allgemeinen Erheiterung gar zu Scherzen aufgelegt war.
Da am Heiligen Abend, also Christmas Eve, fast alle Geschaefte geschlossen sind, war die Auswahl an Dinierungsmoeglichkeiten sehr begrenzt. Das Italian Village war geoeffnet und das Essen sehr lecker. Obwohl man uns wohl als vermeintlich falsche Klientel augenscheinlich nicht sehr willkommen hiess, nahm man unser Geld doch gern. Mehr sag ich dazu jetzt nicht, aber von den Miesepetern haben wir uns die Festtagslaune trotzdem nicht vermiesen lassen.
Hier haben wir trotzdem nicht gespeist: Edelmeckes!

Der erste Weihnachtstag war dann ganz entspannt, viel mehr als essen und trinken haben wir nicht gemacht, dabei haben wir eine der schoeneren Ecken Chicagos unter die Lupe genommen: Belmont

Am Abreisetag haben wir nochmal im American Diner, das 'Golden House' hiess, gefruehstueckt.
Nebenbei: Ist doch ganz einfach, oder?

Nach einer kurzen Ueberpruefung der Tontraegerbestaende in einem nahegelegenen Musikladen, traten wir am fruehen Nachmittag schon die Reise zum O'Hare International Airport an, die mit 'The El' der Elevated Subway (Ich suche noch immer die Sinnhaftigkeit) gut eineinhalb Stunden dauerte.
von der "U-Bahn"-Station

Das semiautomatische Einchecken hat etwas gehakt, die Sinnhaftigkeit stellt sich auch deshalb in Frage, weil ohnehin noch ein Flughafenmitarbeiter erneut die Paesse kontrolliert und die Bordkarten ausdruckt. Auch die Koffer wiegen diese Leute noch mal. Ich muss aber dazu sagen, dass mich schon beeindruckt hat, dass nach dem Scannen meines Personalausweises saemtliche Buchungsdaten abrufbar waren, mit Sitzangabe etc.
Der Flug verlief normal und wir sind um ca. 8 Uhr abends in Winnipeg gelandet - unser Gepaeck allerdings nicht. Interessant war die Ansage, die wir am Gepaeckband hoerten:"Liebe Passagiere des Fluges UA5911 aus Chicago. Es gibt kein weiteres Gepaeck. Moeglicherweise vermissen Sie Ihres. Bitte melden Sie sich am Service-Schalter." Das taten wir dann auch und fuellten einige Formulare aus. Mit dem Gefuehl unverrichteter Dinge fuhren wir dann erstmal heim. Zwei Tage spaeter war dann auch das Gepaeck zurueck in Winnipeg.

Gibt's auch in Chicago: Eichhoernchen
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